Sage und schreibe ein halbes Jahrhundert im Geschäft: Das ist für Friseur Iland wahrlich ein guter Grund, mit einem Fest für Kunden und Mitarbeiter am 1. und 2. August 2019 den 50. Geburtstag im Salon in der Burscheider Hauptstraße zu feiern.
Jubiläums-Geschenke gibt es bei Friseur Iland am 2. August. Aber nicht das „Geburtstagskind“ bekommt etwas, sondern seine treuen Kunden: Friseurmeisterin Annette Busse und Unternehmensgründer Hans-Josef Iland haben den prominenten Stylisten Sebastiano Buca (L´Oreal, IT-Model) an diesem Tag von 10 bis 15 Uhr engagiert: Er berät und frisiert die Kunden zum Haustarif. Auch ein Make-up ist im Angebot enthalten. Bereits einen Tag zuvor wird es hingegen offiziell: Die Kreishandwerkerschaft hat sich für den 1. August im Salon angekündigt. Außerdem hat Annette Busse viele ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen, den runden Geburtstag mizufeiern.

Start am 1. August 1969 in der Hauptstraße 45
Exakt am 1. August 1969 hat Friseurmeister Hans-Josef Iland sein erstes Geschäft in Burscheid eröffnet – damals in der Hauptstraße 45 als Nachfolger von Friseur Gerhards. Das Inventar konnte er damals übernehmen, ebenso vier Mitarbeiter. Und das sollte sich als Glücksfall erweisen: Friseur-Mitarbeiter Hans Lenzhölzer, viele Jahre bei Gerhards beschäftigt, führte den Hitdorfer Hans-Josef Iland in Burscheid ein und öffnete ihm die Türen zur bergischen Kundschaft. Oft mit im Salon, obwohl sie zugleich als OP-Schwester arbeitete: Inge Iland. Kam sie aus dem Nachtdienst im Krankenhaus ins Geschäft, hat sie mitgeholfen, die Wäsche jeden Tag in einem blauen Sack mit heim genommen – und ist in ruhigen Minütchen auch schon mal hinter der Theke eingeschlafen. „Da gab es noch keinen Trockner, das haben wir alles noch von Hand gemacht“, erinnern sich Ilands an die nicht immer leichte Arbeit. „Wenn die Burscheider aber den blauen Sack sahen, haben sie immer gedacht, ich nähme darin das Geld mit nach Hause“, erinnert sich Hans-Josef Iland lachend.

Kunden sind seit Jahrzehnten treu
Eine Kundin der ersten Stunde war damals die Burscheiderin Lore Laybach. Bis heute lässt sie sich im Friseursalon – mittlerweile auf die Hauptstraße 32 umgezogen – die Haare machen. Dabei erinnert sie sich: „Hans-Josef Iland hat mir sogar schon mit schmerzenden Händen die Haare geschnitten, als er allein im Salon war und auch nach einem langen Tag noch vollen Einsatz gebracht hat.“ Die Dame aus der Nachbarschaft ist überzeugt: „Für mich ist Friseur Iland einfach der Beste.“ Das würde auch Herta Patzelt sofort unterschreiben. Auch diese Burscheiderin hält dem Salon seit über 45 Jahren die Treue.

Fast einmal abgebrannt
Dabei hat sich in den fünf Jahrzehnten viel getan: Nicht nur, dass der Salon am 21. November 2003 bei einem großen Feuer im Hinterhof fast einmal abgebrannt wäre. Auch die Mode und die Arbeit als Friseur hat sich im Laufe der Jahre verändert. „Mit aufwändigen Fönfrisuren fing alles an“, erinnert sich Hans-Josef Iland. Früher habe der Friseurverband viel mehr Einfluss darauf gehabt, was Mann und Frau auf dem Kopf hatten, als heute: „Da war Mode ein Diktat, man machte das, was „von oben“ vorgeschrieben wurde“, erzählt Hans-Josef Iland. Dauerwelle ist tatsächlich bis heute ein Dauerbrenner. Aber zwischendurch – so hatte der Friseurmeister den Eindruck – war auch schon mal „Hässlichkeit Trumpf“, zum Beispiel in Zeiten des Afrolooks in den 1970er Jahren. Aber egal, welcher Haarschnitt es sein sollte, Friseur Iland machte es möglich: „Wir waren immer für unsere Kunden da.“

Bis heute „immer gut – immer schnell“
Mittlerweile haben sich auch im Friseurgeschäft die Zeiten geändert. Seit einigen Jahren hat Tochter und Friseurmeisterin Annette Busse das Geschäft von ihrem Vater übernommen. Er hilft ihr nur noch samstags bei den Herrenhaarschnitten aus. Auch nach einem halben Jahrhundert im Geschäft ist der Salon immer noch gut besucht. „Aber es ist schnelllebiger geworden. Die modischen Trends wechseln schneller. Frisurwünsche sind noch individueller geworden“, berichtet die Friseurmeisterin. Und ein Problem geht auch an der gesamten Friseurbranche nicht spurlos vorüber: Gutes Fachpersonal zu finden, wird immer schwieriger.
Dennoch, da sind sich alle einig: Ihr Motto „immer gut – immer schnell“ werden sie auch in Zukunft im Sinne ihrer Kunden weiterleben. „Wir möchten zufriedene Kunden, die immer gerne wiederkommen – auch in den nächsten 50 Jahren.“